Der Vergessliche

Politik | Bericht: Florian Klenk | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Ernst Karl Plech, "väterlicher Freund Grassers“, soll Strippenzieher in der Affäre Buwog sein. Im Polizeiverhör plagen ihn große Erinnerungslücken

Am Ende des Verhörs, nachdem er über Provisionen und Interventionen, seine Geschäfte mit Karl-Heinz Grasser und seine belauschten Telefonate mit Walter Meischberger befragt worden war, da stellten die Kripobeamten Ernst Karl Plech, 64, eine Frage: "Herr Plech, gibt es irgendeine Aussage, von der man sagen kann, dass etwas sicher so war, wie Sie es schildern?“ Plech: "Ich kann mich nicht mehr daran erinnern.“

Während Lobbyist Peter Hochegger öffentlich seine eigene Gier geißelte, Karl-Heinz Grasser die verfolgte Unschuld gibt und Walter Meischberger seine Geschicke beschwor, bleibt einer still: Kommerzialrat Plech, der Immobilienmakler mit dem Goldenen Ehrenzeichen.

Dabei hätte Grassers "väterlicher Freund“ einiges aufzuklären. Etwa, ob er sein durch die Nähe zu KHG erworbenes Insiderwissen zu vergolden wusste. Ja, vermutet


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