Von Scheidungskindern und anderen Katastrophen

Politik | Rezension: Julia Kospach | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Mit ihrer Streitschrift "Die Patchwork-Lüge“ hat Melanie Mühl ein schlechtes Buch zu einem wichtigen Thema abgeliefert

Die Opposition ist rasch aufgebaut: hier die Medien, die Patchworkfamilien als "modern, lässig, cool und unkonventionell“ präsentieren, da die besorgte Buchautorin, die im "Flickwerk“ nicht nur ein Familienmodell beschrieben sieht, sondern "vielmehr einen gesellschaftlichen Zustand, vor dem wir die Augen verschließen“. Denn, so die FAZ-Journalistin Melanie Mühl in ihrer Streitschrift "Die Patchwork-Lüge“, der Begriff bringe "die Philosophie unserer Unverbindlichkeitswelt auf den Punkt“.

Wer nicht mehr will, verabschiedet sich einfach in ein neues Leben mit anderem Partner und neuen Kindern. Nichts ist fix, auf nichts kann man sich verlassen, für nichts übernimmt man die Verantwortung. Böse sind Medien wie Gala, die Heidi Klum und Seal, Angelina Jolie und Brad Pitt als erfolgreiche, märchenhaft glückliche Patchwork-Familien vorführen.

Auch die TV-Krimi-Serien


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