Vom Denken mit Skimützen und langen Fingernägeln

Feuilleton | Reportage: Matthias Dusini | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Das Festival "Philosophy on Stage“ brachte den Beweis: Auch Kopfarbeiter schwitzen und werden irgendwann müde

Kling, Glöckchen, klingelingeling. Mit Glockengebimmel wurde das Festival "Philosophy on Stage #3“ eingeläutet, das im Haus Wittgenstein Performer, Theoretiker und Künstler zusammenführte. Und schon ging’s los mit der Marathonperformance des deutschen Philosophen Dieter Mersch. Zwölf Stunden lang trug Mersch in dem von Ludwig Wittgenstein und Paul Engelmann geplanten Haus Stonborough-Wittgenstein die Vorlesung des letzten Semesters vor. Währenddessen ertönte aus den Lautsprechern ein Mitschnitt der bereits vorgetragenen Vorlesung.

Und nun konnte man überprüfen, ob der Philosoph den Faden verlieren und sich vom ursprünglichen Text entfernen würde. "Es geht um die Müdigkeit und die Fehlleistungen“, erklärt der Mitveranstalter Arno Böhler den Zweck der Übung. Als Mersch dabei war, sich durch einen assyrischen Mythos durchzuarbeiten und den Körper-Geist-Dualismus


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