Das leise Gemurmel des Lebens

Feuilleton | Feature: Michael Pekler | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Wieder einmal wurde der Roman "Jane Eyre“ verfilmt. Und das ziemlich gut!

Es war keine große Überraschung, als vor wenigen Jahren ein BBC-Mehrteiler bei der Verleihung der wichtigsten Fernsehpreise ganz vorne mitmischte. Ein seit Jahrzehnten ungebrochen populärer Klassiker war in vier Stunden luxuriös ausgebreitet, mehrere 100 Seiten präzise ausbuchstabiert worden.

Als Zuschauer war man dieser Adaption schon in der ersten Folge dankbar dafür, dass für eine der bekanntesten Leidens- und Emanzipationsgeschichten der englischen Literatur des 19. Jahrhunderts das rechte Maß gefunden worden war: nicht nur in der Laufzeit der Verfilmung, sondern auch in der empathischen Zeichnung der Hauptfigur. Trägt doch bereits die Vorlage den Namen der Heldin als Titel und ergänzte doch bereits Charlotte Brontë ihren 1847 veröffentlichten Roman mit einem Untertitel: "Jane Eyre. An Autobiography“.

Für eine Kinoadaption stellen sich naturgemäß andere Probleme, bieten sich andere Lösungen an.


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