No Fuck No Show

Feuilleton | Tatsachenbericht: Peter Kern | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Zum 20. Todestag von Freddie Mercury: eine Erinnerung an einen denkwürdigen Abend 1986 in Berlin, als ein Queen-Konzert kurz vor der Absage stand

Barbara Valentin klopft nicht an. Hysterisch stürzt sie in mein unaufgeräumtes Berliner Hotelzimmer. Ein Stricher schreit mal kurz im hohen Sopran "Huch“ und hält sich die Unterhose vor sein Gemächt. "Eine Zigarette!“, schreit sie den Jungen an, dem die Unterhose aus der Hand fällt. Der einstige Busenstar, von Rainer Werner Fassbinder zur ernsthaften Schauspielerin erkoren, brüllt den Liebesdiener an: "Feuer!“ Dann wechselt sie das Timbre und fragt mich in tiefer, lustvoller Tonlage: "War er gut im Bett?“

Ich atme, besser: ich versuche einzuatmen, aber sie beginnt eine Arie. "Er will von seinem Bayern gefickt werden, sonst sagt er das Konzert ab. Er lässt ihn aus München in einer Privatmaschine in Berlin einfliegen.“ Eine Stunde noch bis zum großen Berliner Konzert der Gruppe Queen, und Leadsänger Freddie Mercury braucht eine


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