"Obama wird auch immer komischer“

Feuilleton | Interview: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Schauspieler Martin Wuttke über René Pollesch und Quentin Tarantino, Hitler und andere komische Figuren

Auf der Bühne ist Martin Wuttke schon deshalb nicht zu übersehen, weil er meistens die Hauptrolle spielt. Privat kann er sich dagegen ganz schön unauffällig verhalten. So kam es, dass der Falter-Redakteur und der Fotograf eine Viertelstunde im Café Korb auf Wuttke warteten - obwohl der Schauspieler die ganze Zeit zwei Tische weiter saß. Per Telefon kamen sie dann doch noch zusammen - und das Interview konnte beginnen.

Falter: Herr Wuttke, Sie sind ein komischer Schauspieler. Hören Sie das gern?

Martin Wuttke: Ja. Obwohl ich natürlich nicht weiß, was genau Sie damit meinen.

Man hat bei Ihren Figuren oft den Eindruck, dass sie zwar viel wissen, aber trotzdem heillos überfordert sind vom Leben. Entsteht Ihre Komik aus Verzweiflung?

Wuttke: Sie meinen damit wahrscheinlich vor allem die Arbeiten mit René Pollesch. Die Inhalte, die da verhandelt werden, sind oft so komplex, dass ich


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