7 Sachen die Sie über die Hundeabgabe eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Hundeabgabe?! Heißt das, man muss Hunde abgeben?

Nicht Abgabe im Sinne von hergeben. Abgabe im Sinne von Steuern zahlen: Es geht um die Hundesteuer. Der Fachbegriff dafür lautet in Beamtensprech Hundeabgabe.

Wie viel kostet diese Hundeabgabe?

Jeder Ersthund kostet ab Jahreswechsel beinahe doppelt so viel wie bisher, nämlich statt 43 künftig 72 Euro. Jeder weitere Kläffer macht ab 2012 105 Euro statt 65. Die Abgabe ist einmal jährlich fällig.

Die Größe des Hundes wird nicht berücksichtigt?

Ob groß oder klein ist egal: Hund bleibt Hund. Die Abgabe ist für jeden gleich hoch.

Das ist Halsabschneiderei! So viel Geld für ein bisschen Hund …

Verglichen mit deutschen Großstädten sind das Spottpreise. Dort beläuft sich die Hundesteuer sogar auf mehrere hundert Euro pro Nase.

Wofür denn bloß?

Weil die mehr als 52.000 in Wien lebenden Hunde ganz schön viel Aufwand und Kosten verursachen.

Was können die paar tausend Hunde denn schon groß anrichten?

7,5 Millionen Euro berappt die Stadt Wien respektive der Steuerzahler jährlich für die Auswirkungen. Bisher hat die Stadt aber nur 2,3 Mio. Euro durch die Hundeabgabe kassiert. Ab kommendem Jahr sollen sich die Einnahmen auf 3,9 Mio. Euro erhöhen. Die Kosten für die Hundeinfrastruktur bleiben trotzdem ungedeckt.

Wofür wird die Hundesteuer eingesetzt?

Etwa für die Errichtung und Wartung von Hundezonen und die bis dato 2800 Gackerl-Sackerl-Spender. Oder für den Hundeführschein und dessen Kontrolle; für den neuen Tierfriedhof und die kostenlose Entsorgung toter Tiere, ehe Wien vor die Hunde geht.


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