Theater  Kritiken

Zwei Roma boxen sich durchs Leben

Lexikon | Sara Schausberger | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Eine junge Roma-Frau, die in Ungarn, wo die Rechten immer stärker werden, Boxerin werden will - das ist heute noch undenkbar. Im Jahr 1942 war es undenkbar, dass der Roma Johann Rukeli Trollmann deutscher Boxmeister wird - trotzdem schaffte er es. Der Theaterverein Romano Svato nimmt sich in seinem politisch engagierten Stück "Gipsy stop dancing“ dieser Problematik an und zeigt beide Geschichten als Parallelerscheinungen. Inmitten von rohen Steinwänden, auf die Bilder aus Ungarn projiziert werden, steht ein Boxring, in dem mit Ehrgeiz und Humor gekämpft wird. Und obwohl das ganze Stück eine poetische Zweisprachigkeit aufweist und Sandra Selimovic als junge, ehrgeizige Boxerin mit ihrer guten Haltung überzeugt, ist dieses Theater zwar sympathisch, aber leider nicht fesselnd genug.

Palais Kabelwerk, Mo-Do 20.00 (bis 11.12.)


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