Theater  Kritiken

Sex, Lügen und Youtube: Soderbergh auf der Bühne

Lexikon | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Der Film "Sex, Lies and Videotape“ eignet sich wunderbar für eine Dramatisierung. Keine schlechte Idee also, sich von Steven Soderberghs Film inspirieren zu lassen und das Ganze auf die Bühne zu bringen. Nur leider ist in Andreas Erstlings Inszenierung "Eigentlich sollte ich fünfmal die Woche“ vieles schiefgelaufen. Erstling transportiert die Handlung ins Heute, aus Videokassetten werden Youtube-Videos. In Zeiten von Youporn nicht blöd. Aber im Theater an der Gumpendorfer Straße steht nicht mehr die Psychologie der Figuren im Mittelpunkt, sondern der pure Witz mit dem Sex. Übrig bleibt eine platte Fläche und ein künstliches Lachen, das von den Figuren selbst in regelmäßigen Abständen schallend von der kargen Bühne kommt. SS

Tag, Sa, Mo, Mi, Do 20.00


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