Musiktheater Tipps

Russischer Virtuose spielt Clavier-Übungen

Lexikon | aus FALTER 48/11 vom 30.11.2011

Ausnahmepianist Grigorij Sokolov wirft uns auf die großen Rätsel der Musik zurück. Bei ihm klingen Bach, Schubert, Chopin, Brahms oder Skrjabin wie im Moment neu erschaffen. Wenn Sokolov spielt, dann gleicht das dem Wirken eines Bildhauers und Baumeisters in Personalunion. Der jeweilige Komponist wird nachgeschöpft von seinem größten Bewunderer. Bachs Concerto und die Ouverture (Band II der Clavier-Übung) spielt Sokolov dann wie verlangt eben entweder "nach italiänischem Gusto“ oder "nach französischer Art“. Und wie sagte Händel-Verehrer Johannes Brahms in einem Brief: Bei einem Thema zu Variationen bedeute ihm nur der Bass etwas, der sei ihm heilig: "Er ist der feste Grund, auf dem ich dann meine Geschichten baue. Was ich mit der Melodie mache, ist nur geistreiche - Spielerei ...“ Hr

Konzerthaus, Fr, 19.30


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