Nachrichten aus dem Inneren

FALTER & Meinung | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Die Redaktion erklärt sich selbst

Sollte die Ökonomie zumindest in dem einen Punkt nicht irren, dass ein Markt gesättigt ist, wenn Angebot und Nachfrage zu gleichen Teilen bestehen, so kann man den redaktionsinternen Markt für Schokolade derzeit als ebenso gesättigt bezeichnen wie seine Teilnehmer. Dafür sowie für die Tatsache, dass Angebot wie Nachfrage jüngst sprunghaft gestiegen sind, gibt es zwei Gründe: Advent und Florian Klenk.

Advent deshalb, weil der jährliche Niederkunftscountdown des Christkinds auch in unserer agnostischen Stube anhand von mit Schokolade gefüllten Kalendern zelebriert wird. Und Klenk deshalb, weil jenes Gewicht, das er in seiner halbjährigen Karenz verloren hat, der Redaktion an Schokolade erhalten blieb.

Während er sich, übrigens ebenso wie Armin Thurnher und eigentlich jeder, der ins Zimmer kommt, für gewöhnlich an den Trauben-Nuss-Tafeln des Autors vergreift, investigiert er nun eben Adventkalender.

Den Küchenadventkalender jedenfalls hat der Niedergekommene an seinem ersten Tag verzehrt, noch ehe die Uhr zwölf schlug, auf einen Sitz, wie man sagt.

Nur Wolfgang Zwander spielt da aus Angst vor Bestechungsvorwürfen nicht mit. Weil der Autobeauftragte den Verzehr zugesandter Schokolade als Anfütterung erachtet, hat er seinen Autoherstelleradventkalender Joseph Gepp geschenkt.

Als nun Klenk den Autoherstellerkalender von dessen Wand riss, da schrie Gepp auf: Denn hinter Tür 24, so vermutet er, befinde sich ein Autoschlüssel. Sollte dem nicht so sein, dann haben entweder das Christkind oder Citroën ein ernsthaftes Problem. stefan apfl


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