Meinesgleichen Karl-Heinz, hilf uns, an deine Unschuld zu glauben!

FALTER & Meinung | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Vergangene Woche erwies Wolfgang Fellner Karl-Heinz Grasser einen hübschen Feindschaftsdienst: ein vierteiliges Interview in der Tageszeitung Österreich. Ich las es und bin nun überzeugt, Karl-Heinz Grasser ist Opfer einer Hexenjagd.

Dass man Grasser jetzt seiner Wachauer Hochzeit wegen einen Verstoß gegen das Meldegesetz anhängt, geht tatsächlich zu weit. Hätte er nur gegen das Meldegesetz verstoßen, hätte er sich nur auf die eine oder andere Art sein Leben gerichtet, wie man das hierzulande seit Jahrhunderten halt macht, wenn man kann, dann hätten auch wir ihn zwar kurz gezwickt, aber längst in Ruhe gelassen.

Vielleicht ist Karl-Heinz Grasser überhaupt unschuldig? Ein Justiz- und Medienopfer? "Ich habe von Beginn an alles offengelegt“, sagt er, "alle Konten, alle Geldflüsse, alle Stiftungen.“ Aber ein Unrechtsstaat verfolge ihn, schon die zweite Hexe im Justizministerium beteilige sich an dieser "Hexenjagd“, weil in seiner Person das Andenken der Schüsseljahre um jeden Preis verhunzt werden solle.

Nur: Was läuft gerade in der Schweiz und in Liechtenstein, wo der österreichischen Staatsanwaltschaft bei jedem Millimeter Grasser-Recherche Steine in den Weg gelegt werden? Wenn das der Grasser wüsste! Das müsste man ihm sagen! KHG, weisen Sie ihre Berater an, der Staatsanwaltschaft alles offenzulegen! Damit wir den Glauben an Ihre vorbildliche Kooperation mit der Inquisition nicht verlieren! F


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