Kommentar Kulturpolitik

Die Affäre Matt: Hat sich der Kunsthallen-Direktor das verdient?

FALTER & Meinung | Matthias Dusini | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Eines steht fest: Gerald Matts Vertrag als Direktor wird in zwei Jahren nicht mehr verlängert (siehe auch S. 36). Alles andere ist ungewiss: Wie soll die bestehende Betriebsstruktur eines Vereins in eine GesmbH überführt werden? Und: Wird Gerald Matt in den nächsten zwei Jahren spazieren gehen, sollten sich die Vorwürfe gegen ihn als haltlos erweisen?

Die Kunsthalle Wien wird einen neuen Direktor oder eine neue Direktorin bekommen. Dieses Faktum ist keine Selbstverständlichkeit. Alle fünf Jahre feierte der Mann mit dem Hang zur Selbstdarstellung den Erfolg der kommunalen Kunsthalle als persönliches Verdienst. Konstant hohe Besucherzahlen und eine positive Medienresonanz konnte er auf der Habenseite verbuchen - vielleicht auch wegen der penetranten Zurschaustellung seiner Person.

Die Fachwelt rümpfte die Nase über Allerweltsausstellungen, die die Raumfahrt oder die romantische Liebe zum Thema hatten. Matt wusste, dass er Namen wie Salvador Dalí braucht, um die Massen zu begeistern.


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