Die ausgeträumten Hausfrauenträume

Kommentar: Sibylle Hamann | FALTER & Meinung | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Österreichs junge Frauen wollen laut Studien ihre Kinder hüten und zu Hause bleiben. Nur: Das stimmt so nicht

Das rätselhafte Phänomen wird in regelmäßigen Abständen gesichtet, etwa alle sechs Monate; meistens einmal im Frühling und einmal zu Beginn der Adventzeit. Stets ist die Sichtung von Raunen begleitet, von Kopfschütteln, Unglauben und mindestens einem Magazincover. Nein, es ist kein fünfköpfiges Ungeheuer, und auch keine Marienerscheinung. Es ist die Hausfrau - und ihre stete Wiedergeburt, alle Jahre wieder.

Ob über den Jugendmonitor berichtet wird, diverse vergleichende Wertestudien oder die eben erschienene Publikation "Typisch Frau?“, ein Ergebnis erfährt jedes Mal verlässlich besonders viel Aufmerksamkeit: dass die jungen Menschen - angeblich - immer traditioneller würden und insbesondere der Gleichberechtigung der Geschlechter Adieu gesagt hätten.

Willkommen im Neo-Biedermeier!, schallt es dann dröhnend aus den Leitartikeln, je nach Weltanschauung bestürzt oder

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