Rettet den Euro vor seinen Rettern

Politik | Analyse: Kurt Bayer | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Die Retter haben Konjunktur. Auch der EU-Gipfel, der diese Woche in Brüssel stattfindet, soll den Euro retten. Das haben wir schon öfter gehört. Jedes Mal ging es danach ein Stück bergab. Jetzt, wo die Finanzmärkte Italien, die drittgrößte Wirtschaftsmacht im Euroraum, im Zangengriff haben, brennt aber wirklich der Hut.

Der Jubel, der einsetzte, als der italienische Wirtschaftswissenschaftler und frühere EU-Kommissar Mario Monti als "Retter“ eingesetzt wurde, um den gescheiterten Silvio Berlusconi abzulösen und in Personalunion als Ministerpräsident, Finanz- und Wirtschaftsminister das Land aus der Krise zu ziehen, verhallte recht schnell. Monti muss ein Wunderwuzzi sein, will er für seine Maßnahmen die Zustimmung des Parlaments erhalten, in dem der geschasste Berlusconi noch immer als Chef der stärksten Partei sitzt. Auch die Bevölkerung wird seine Beschlüsse nur mitgetragen, wenn sie das Gefühl hat, dass die Lasten gerecht verteilt sind und es Aussicht auf Besserung gibt.


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