Facebook mit F wie Foucault: Social Media auf akademisch

Politik | Rezension: Jana Herwig | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Viele Menschen benutzen Onlineplattformen, ohne groß darüber nachzudenken. Nun bietet ein Buch wissenschaftliche Reflexionen

Bücher, die große Internetmarken im Titel führen, versuchen meist vom digitalen Klimawandel publizistisch zu profitieren, indem sie ihn händeringend beklagen oder euphorisch abfeiern. Mit dem Werk "Generation Facebook. Über das Leben im Social Net“ wollten die Herausgeber Oliver Leistert und Theo Röhle solche Polarisierungen bewusst vermeiden.

Trotz des griffigen Titels spielt die sonst mit den Schlagworten digital native, immigrant, resident etc. geführte Generationendebatte dabei kaum eine Rolle: Im Fokus der 16 Beiträge vor allem wissenschaftlicher Autoren, unter anderem Netztheoriepionier Geert Lovink und Soziologin Saskia Sassen, stehen die Machtverhältnisse, die sich ausdrücken durch Facebooks Datenarchitektur, Verwertungsmodelle und Techniken der Selbstpräsentation.

"Generation Facebook“ bietet keine Anleitung zum erfolgreichen Netzwerken (das

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