Wilhelminenberg: Jetzt arbeitet eine Kommission die Vorwürfe auf

Politik | Joseph Gepp | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Massenvergewaltigungen, Zwangsprostitution, körperliche Gewalt bis hin zu möglichen Todesfällen: Derart schreckliche Verbrechen sollen laut zwei ehemaligen Heimkindern im Kinderheim am Wilhelminenberg bis zur Schließung im Jahr 1977 geschehen sein.

Nachdem die Vorwürfe Mitte Oktober publik geworden waren, betraute die Gemeinde die ehemalige Jugendrichterin Barbara Helige mit der Bildung einer Kommission, um die Ereignisse aufzuarbeiten. Vergangenen Mittwoch hat die Juristin ihre Kommissionsmitglieder präsentiert: Gemeinsam mit Helige werden die ehemalige Senatspräsidentin des Obersten Gerichtshofes, Helge Schmucker, die Psychiaterin Gabriele Wörgötter und der Linzer Sozialhistoriker Michael John bis Ende 2012 untersuchen, was im Heim am Wilhelminenberg wirklich passiert ist.

Rund 790 mutmaßliche Gewaltopfer haben sich bei der Wiener Opferschutzorganisation Weißer Ring gemeldet, seit die Vorwürfe aufkamen. Niemand habe aber bisher Massenvergewaltigungen und Zwangsprostitution bestätigt. Im Falter-Interview vor drei Wochen (Ausgabe 46/11) wiesen zudem zwei ehemalige Betreuerinnen die Vorwürfe aufs Schärfste zurück. F


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