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IT-Kolumne

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Manchmal ist die Prüderie von Facebook ziemlich absurd. In der Vergangenheit löschten Mitarbeiter bereits Fotos von stillenden Müttern, weil sie diesen Anblick "obszön“ fanden. Jetzt wurde bekannt, dass eine gesamte irische Kleinstadt von Facebooks Landkarte verschwand, weil sie einen doppeldeutigen Namen trägt.

Effin ist nicht nur ein Städtchen mit rund 1000 Einwohnern, sondern auch ein geläufiger Kraftausdruck. Es ist die nettere Art, das F-Word, also Fucking, zu sagen. Die Mitarbeiter von Facebook finden das bereits "anstößig“. Jetzt dürfen die Bewohner von Effin nicht mehr in ihrem Profil angeben, dass sie dort leben. Eine Bürgerin ärgert das so sehr, dass sie in den Medien gegen diese Zensur protestiert. Absolut zu Recht. Ich wünsche der aufmüpfigen Irin alles Gute im Kampf gegen die kalifornischen Moralapostel - und hoffentlich sagt denen niemand, dass es in Oberösterreich sogar einen Ort namens Fucking gibt. Der wurde bisher von Facebook nicht gesperrt. F


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