In jeder Beziehung zahlen die Menschen

Medien | Plakatkritik: Ingrid Brodnig | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Die Werbung hat ihren Beitrag zur Wirtschaftskrise geleistet: Sie hat den Finanzmarkt schöngeredet und den Mythos vom schnellen Geld genährt

Jeder kann ein erfolgreicher Anleger sein“, "Üben Sie schon mal, reich zu sein“, "Wie verlässlich ist Ihre Pensionsvorsorge?“. Egal ob Bank Austria, Raiffeisen oder Erste Group, die Geldinstitute versprachen das schnelle Geld. Die Werber zeichneten ein Bild vom Aktienmarkt, in dem nichts schiefgehen kann. Wer dabei nicht mitmachte, so wurde suggeriert, sei selber schuld: Er wird "später auf manches verzichten müssen“. Zum Beispiel auf den Traumurlaub in den Tropen dank privater Pensionsvorsorge oder auf den Flachbildfernseher mittels "jetzt sofort Kredit“.

In den Jahren vor der Krise herrschte eine unheimliche Euphorie am Aktienmarkt. Die Werbung leistete ihren Beitrag zu dieser Finanzgeilheit. Sie nährte den Mythos von den Mäusen, die sich selbst vermehren. Rückblickend betrachtet geben die Plakate der letzten zehn Jahre Aufschluss


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