Die drei ??? und der Mord in einer Hippiekommune

Feuilleton | Rezension: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Mit dem wahnwitzigen Agententhriller "Sand“ legt der deutsche Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ein Buch des Jahres vor

Wir schreiben das Jahr 1972. Bei den Olympischen Spielen in München nehmen Terroristen des "Schwarzen September“ Mitglieder der israelischen Delegation als Geiseln. Die Befreiungsaktion wird zu einem Fiasko und endet in einem Blutbad. In der Folge spitzt sich der Palästinakonflikt zu. Die Angst, dass arabische Staaten in Besitz von Atomwaffen kommen könnten, wächst.

Vor diesem Hintergrund spult sich die Handlung von "Sand“ ab, dem fast 500 Seiten starken neuen Roman von Wolfgang Herrndorf, Jahrgang 1965. Der Deutsche hat vor einem Jahr mit der Road-Novel "Tschick“ den Durchbruch geschafft. Seitdem liegen ihm sowohl die Kritik als auch das Publikum zu Füßen. Herrndorf kümmert das allerdings wenig. Er hat einen Tumor im Gehirn und nützt im Kampf gegen die Zeit jede halbwegs schmerzfreie Minute zum Schreiben.

"Sand“ konzipierte der Autor als nihilistisches


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