7 Sachen die Sie über das Streuen eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Streuen mit Streusalz? Das man aus dem Streuer in die Suppe salzt?

Das eben genau nicht! Es geht um das Streusalz, also natriumhaltige Auftaumittel oder Splitt, die eingesetzt werden, um zu vermeiden, dass zubetonierte Flächen vereisen.

Welche Auftaumittel gibt es?

Zum Beispiel Natriumchlorid, Calciumchlorid, Magnesiumchlorid oder Natriumacetat. Auch stickstoffhältige Mittel wie Ammoniumsulfat und Harnstoff werden verwendet. Oder Kaliumkarbonat.

Und was ist Rollsplitt?

Splitt sind entweder natürlich vorkommende, wasserunlösliche Steinchen in unterschiedlicher Körnung und aus verschiedenen Materialien: Basaltsplitt, Dolomitsplitt oder Blähton. Die Tone werden beispielsweise künstlich hergestellt. Auch Verbrennungsrückstände wie Schlacke oder Asche werden allwinterlich auf Straßen und Gehsteige gestreut.

Wie funktionieren diese Streumittel?

Simpel: Splitt und all diese sogenannten abstumpfenden Streumittel drücken sich ins Eis und die herausragenden Spitzen der Steinchen bieten Halt. Die Auftaumittel hingegen reagieren mit dem gefrorenen Wasser des Schnees, wodurch sich der Gefrierpunkt des Wassers senkt und der Schnee zu schmelzen beginnt.

Ist das nicht umweltschädlich?

Ziemlich.

Welche Schäden verursacht Streuen?

Natrium- oder halogenidhältige Auftaumittel sickern mit dem Schmelzwasser in den Boden und entziehen den Pflanzen Wasser. Streusalz belastet so das Grundwasser stark. Zudem verätzt die Salzlauge Hunden die Pfoten.

Und Splitt?

Splitt und Co sorgen im Frühjahr für massig Feinstaub.


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