Drehort Wien

Special | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Die Vienna Film Commission kümmert sich um Drehs in Wien

Wer einen Film in Wien drehen möchte, muss häufig eine Straße absperren, braucht ein Spital oder einen Park als Kulisse. Dafür braucht man eine Genehmigung des Wiener Magistrats. Dabei hilft die Vienna Film Commission - kostenlos. Sie tritt auch als Mediatorin auf, wenn es Probleme mit dem Bezirksamt oder einem privaten Immobilienbesitzer gibt. Außerdem stellt sie eine Datenbank für Wiener Locations bereit, in der man auch seine eigene Wohnung als potenziellen Drehort registrieren lassen kann.

Gerade wird ein Film mit Klaus Maria Brandauer und Birgit Minichmayr über den Sexualforscher Wilhelm Reich in Wien gedreht, der eigentlich in den Fünfzigerjahren in Washington, Princeton oder Maine spielt. Gedreht wird im Gebäude der Datenschutzkommission in der Hohenstaufengasse. "Dort sieht es aus wie in den Fünfzigern in den USA“, sagt Marijana Stoisits, Leiterin der Vienna Film Commission. Eine andere internationale Produktion, die unter anderem in Wien gedreht wurde und gerade im Kino läuft, ist "Eine dunkle Begierde“ von David Cronenberg. Bei einem Film über Sigmund Freud lag es nahe, an Originalschauplätzen in der Berggasse oder im Garten des Belvedere zu drehen.

Im ersten Bezirk werden viele TV-Produktionen gefilmt. "Wenn 8,3 Millionen ZuschauerInnen den neuesten Wien-Tatort sehen, ist das sehr gut für Wien“, sagt Stoisits. Fans freuen sich, wenn etwa Jude Law zu längeren Dreharbeiten an die Donau kommt - wie heuer für "360“, einer Adaption von Schnitzlers "Reigen“. Regisseur Fernando Meirelles war so begeistert von der Stadt, dass man mit weiteren Wien-Filmen unter seiner Regie rechnen kann. "Die Vienna Film Commission hat sich als anerkannte Partnerin von nationalen und internationalen Filmproduktionsfirmen und als österreichweite Netzwerkpartnerin etabliert.“ www.viennafilmcommission.at


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