Enzyklopädie des Wiener Wissens

Hubert Christian Ehalt | Special | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Die im Jahr 2005 begonnene Buchreihe "Enzyklopädie des Wiener Wissens“ geht in einem grundsätzlich unbegrenzten Analyseprozess den Stärken und Qualitäten, aber auch den Defiziten der Wiener Wissenskulturen auf den Grund.

Das Editionsprojekt geht von einem breiten Kultur- und Wissensbegriff aus: Wissen entsteht in sozialen Konstellationen, bezieht sich auf Zeitpunkte und Zeiträume, auf soziale Milieus, auf Generationen und natürlich auch auf die Perspektive von Männern und Frauen. Wissen ist das Ergebnis von individueller Nachdenkarbeit, aber auch von Kommunikationsprozessen. Als institutionelles Wissen unterliegt es jenen Aushandlungsprozessen, die zur Aufnahme in den Kanon oder zum Ausschluss aus diesem führen. Da sich die Enzyklopädie des Wiener Wissens als innovatives und emanzipatorisches Projekt versteht, steht sie dem tradierten Kanon grundsätzlich kritisch gegenüber, möchte öffnen, möchte erweitern, akzentuieren, aber auch streichen, wo Wissensbestände ihre Bedeutung

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