Neu im Kino

Respektable Doku: "Mein Haus stand in Sulukule“

Lexikon | aus FALTER 49/11 vom 07.12.2011

Sulukule, ein ärmlicher Stadtteil von Istanbul, war einer der ersten Orte weltweit, an denen Roma sesshaft wurden. 2005 beschloss die Stadtverwaltung, das einst berühmte Vergnügungsviertel komplett zu "sanieren“: Die alten Häuser sollen geschleift, die alteingesessenen Bewohner umgesiedelt und ein Villenviertel aus dem Boden gestampft werden. "Mein Haus stand in Sulukule“, die zweite Regiearbeit der hauptberuflichen Kamerafrau Astrid Heubrandtner, dokumentiert den letztlich vergeblichen Widerstand der rund 3500 betroffenen Menschen gegen die "Gentrifizierung“ ihres Viertels und veranschaulicht, wie hier Geschichte und Kultur einfach weggebaggert werden. Einmal kein Fortschritt, das wär einer! - Regiegespräch mit Heubrandtner am Mittwoch, dem 14.12., im Anschluss an die 19-Uhr-Vorstellung. Mo

Ab Fr im Filmhauskino (OmU)


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