Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Wenn nicht der eloquente Reinhold Messner mit am Seil hängt, kann man Bergfilme vergessen. Das wurde wieder einmal durch die Doku Mount St. Elias (Regie: Gerald Salmina) deutlich, die am 14. Dezember um 20.15 Uhr auf ORF 1 läuft. Drei Männer stürzen sich von einem 5000er auf Skiern in die Tiefe und kommentieren dies mit sehr knappen Einsichten: "Wenn aufi kimsch, bischt a Held. Kimmsch net auf, bischt tot.“

Gebannt blickt der Zuschauer auf die atemberaubend steilen Hänge, die winzigen Lebewesen, die sich in diese menschenfeindliche Gegend vorwagen. Leider geben die Bilder nicht wieder, was in den wortkargen Kameraden vorgehen mag. Man sieht, wie der Schnee vom Sturm in die Notunterkunft hineingeblasen wird, ein etwas abstrakter Anblick. Man sieht Bergsteiger einer Jahre zurückliegenden Expedition abstürzen und weiß nicht, ob das echt oder gestellt ist. Und immer wieder taucht bei solchen Extremabenteuern die Frage auf: Lebt der Kameramann noch?


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