Von allen guten Geistern verlassen

Feuilleton | Bericht: Nicole Albiez | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Die Akademie der Wissenschaften wird kaputtgespart. Ein Aktionstag erinnert an bessere Zeiten

In den Gesäßtaschen der Österreicher wurde das Abbild der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) spazieren getragen. Es liegt wenige Jahre zurück, dass das barocke Gebäude am Dr.-Ignaz-Seipel-Platz die Rückseite des 100-Schilling-Scheins schmückte.

Den Archäologen Florian Ruppenstein und den Kunsthistoriker Richard Kurdiovsky beschleicht der Verdacht, dass sich seither nicht nur die Währung geändert hat. Sie messen den Lauf der Dinge an der geringen Wertschätzung, die dem wissenschaftlichen Personal der ÖAW dieser Tage entgegengebracht wird.

Am 4. November unterzeichnete das Präsidium der ÖAW die mit dem Bund ausverhandelte "Leistungsvereinbarung 2012-2014“. Diese sieht für die Akademie sechs schwerpunktmäßige Forschungsgebiete vor; einige Institute sollen an Universitäten angedockt, andere ganz eingespart werden.

In Zahlen bedeutet dies: 300 von 789 fixen Stellen


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