Eine Welt zwischen Krise und Katastrophe

Feuilleton | Theaterkritiken: Wolfgang Kralicek | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Wie geht es dem zeitgenössischen Drama? Ein Bericht von drei aktuellen Uraufführungen an Wiener Bühnen

Eigentlich ist das Drama ja in der Krise. In der Off-Szene etwa haben Doku-Performances und andere "postdramatische“ Formate das klassische Theaterstück weitgehend verdrängt.

Gleichzeitig erlebt das Drama eine Hochblüte. Die Stadttheater setzen nach wie vor auf neue Stücke, wenn sie Zeitgenossenschaft signalisieren wollen. Man veranstaltet Autorenwerkstätten, vergibt Stückaufträge, engagiert Hausautoren.

Das Ergebnis: Wahrscheinlich wurden noch nie so viele Stücke geschrieben wie heute. Allein auf Wiener Bühnen wurden vergangene Woche drei Dramen uraufgeführt. Wie geht es dem zeitgenössischen Drama? Worum geht es seinen Autoren?

Der Schwarze Salon des Volkstheaters ist eine der unattraktivsten Bühnen der Stadt. Die kleine Probebühne unterm Dach des großen Theaters ist nur über den Bühneneingang und ein enges Stiegenhaus zu erreichen.

Früher waren szenische Besenkammerln


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