Das Leben ist eine Leiter ohne Sprossen

Feuilleton | Würdigung: Michael Omasta | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Am 13. Dezember wäre der Autor, Schauspieler und Jurist Fritz Kalmar 100 Jahre alt geworden

Fritz Kalmar, der Name sagt Ihnen nichts? Schande ist das keine, ein Fehler aber wohl. Kalmar war ein Mann mit vielen Begabungen, zuallererst der des Erzählers; doch als er seine ersten "Heimwehgeschichten aus Südamerika“ veröffentlichte, war er schon 85.

Davor hatte der gebürtige Wiener in einer Anwaltskanzlei gearbeitet, er fuhr ein halbes Jahr lang auf einem norwegischen Tanker, wurde Rundfunksprecher in La Paz, arbeitete als Autor und Schauspieler bei der dortigen Exilbühne, wurde Journalist, belieferte als Korrespondent nach dem Krieg ein Dutzend deutschsprachiger Zeitungen und bekleidete in Montevideo bis 1990 den Posten des österreichischen General-Honorarkonsuls - erst dann widmete sich Kalmar voll und ganz dem Schreiben, seiner womöglich größten Leidenschaft.

Obwohl es Stoff für mehrere Romane geboten hätte, bemerkte der mit ihm befreundete Schriftsteller Erich Hackl, hat Fritz


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