Der Löwe als Zeichen und Wunder

Feuilleton | Rezension: Sigrid Löffler | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Sibylle Lewitscharoff erzählt in ihrem Roman "Blumenberg“ eine moderne Heiligenlegende

Ganz ohne Getöse hat sich Sibylle Lewitscharoff in den letzten zehn, zwölf Jahren zur virtuosesten und vergnüglichsten Erzählerin Deutschlands hochgeschrieben - einfach, indem bei ihr jeder folgende Roman seinen Vorgänger an Originalität, Eleganz und Sprachwitz übertraf.

Dabei weiß man als Leser von Mal zu Mal nicht, woran man bei dieser Autorin ist, denn die gebürtige Stuttgarterin mit bulgarischem Vater und einem Magisterabschluss in Religionswissenschaft hat es faustdick hinter den Ohren. Seit ihr für ihren Debütroman "Pong“ 1998 der Ingeborg-Bachmann-Preis zugesprochen wurde, hat sie mit ihren erzählerischen Rösselsprüngen die Buchszene ebenso erheitert wie verblüfft - und wurde dafür mit einem wahren Schwall an Literaturpreisen belohnt.

Gewiss: Es gibt in den bisher sechs Romanen Lewitscharoffs wiederkehrende Themen und Motive, beispielsweise den Ingrimm gegen die böse alte Schwabenwelt


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