Respektvoller Jäger

Feuilleton | Kirstin Breitenfellner | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Der gebürtige Wiener Andreas Bitesnich (Jg. 1964) zählt eher zu den Jägern als zu den Sammlern innerhalb seiner Zunft. Obwohl er auch als Reisefotograf firmiert, ist der gelernte Kaufmann und Autodidakt vor allem für perfekte Körper mit (dank Applikation von Babyöl) sanft glänzender Haut bekannt. In kunstvoller ergo künstlicher Inszenierung, voll praller Muskelpakete und mit makelloser Figur befinden sie sich näher an einem Phantasma des Körpers als an dessen fleischlicher Realität.

Nun hat er sich Indien vorgenommen. Ein paar Jahre Anlauf brauchte er aufgrund seiner vollen Auftragsbücher, und dann nahm er sie sich doch: die Zeit, die in Indien bekanntlich aufgehoben ist durch das Ineinander und Nebeneinander von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch er, wie wohl jeder Besucher Indiens, kehrte überwältigt zurück. Überwältigt auch von seiner eigenen "Ausbeute“ an Bildern, wie er im Vorwort schreibt, seinen Jagdinstinkt kaum verbergend. Die Auswahl aus drei Reisen umfasst


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