Die hohe Kunst der tiefen Schläge

Feuilleton | Nachruf: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Werner Kofler war einer der besten Autoren des Landes. Er hat es sich und dem Leser nie leicht gemacht

Werner Kofler ist tot, er hat sich erhängt.“ Am 22. Dezember 2002 wurde der Wiener "Tatort“ "Tödliche Souvenirs“ ausgestrahlt. Das Drehbuch stammte von Felix Mitterer. Der böse Scherz unter Kollegen verfehlte seine Wirkung nicht. Kofler erlebte eine Schrecksekunde vor dem TV-Gerät und ließ die Begebenheit prompt in sein Prosastück "Kalte Herberge“ (2004) einfließen.

Der eingangs zitierte Satz hätte auch - wäre er nicht eine Spur zu direkt und plump - von Kofler selbst stammen können. Wo hört die Wirklichkeit auf, wo beginnt die Literatur? Oder, besser: Wo beginnt die Fiktion die Realität zu traktieren?

Figuren, mehr oder weniger bekannte, die auch in Wirklichkeit so heißen (Peter Alexander, Paulus Manker, Ioan Holender oder - immer wieder - André Heller), in Werken der Kunst auftreten zu lassen und diese Figuren dort für ihre Verfehlungen im wirklichen Leben büßen


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