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Feuilleton | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Kurz besprochen: gemischte Kost aus der Belletristikecke

Lebenshilfe

Sarah Kuttner: Wachstumsschmerz. S. Fischer, 281 S., € 17,50

Kuttners Heldin heißt Luise. Die 32-jährige Herrenschneiderin möchte endlich erwachsen werden und zieht deshalb mit ihrem Freund Flo zusammen. Im gemeinsamen Domizil stellt sich aber statt des erhofften Glücks eine veritable Beziehungskrise ein. Der tolle Freund, der lange Wimpern hat, seinen täglichen Morgenkaffee aus einem Belle-and-Sebastian-Häferl schlürft und Luise düstere Songs von The National näher bringen will, entpuppt sich als Ja-Sager und als zu harmoniesüchtig. Das ständige "Wir“, auf das Flo so steht, lähmt die Icherzählerin. Sie bekommt davon "Hautschmerz“, eine "Thirdlife-Crisis“ und ihr ist ständig zum Weinen.

Während Kuttners Erstling "Mängelexemplar“ spritzig war, ist "Wachstumsschmerz“ leider streckenweise langweilig. Die Erzählung geht auch kaum in die Tiefe - schon gar nicht bei der Auseinandersetzung mit Luises


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