Zug Zwang

Stadtleben | Reisebericht: Sibylle Hamann | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Jetzt fährt die private Westbahn. Und die ÖBB? Sie könnten endlich ihre Kunden kennen lernen

Selbstverständlich gibt es Momente, in denen man sich auf den Boden werfen will vor Zorn. Wenn man, zum Beispiel, mit Sack und Pack und Kindern und Fahrrädern auf einem Bahnsteig steht und über Lautsprecher erfährt, dass "wegen dringender Bauarbeiten“ ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde. Wenn man zweieinhalb Stunden auf einem zugigen menschenleeren Dorfbahnhof verbringen darf (Buffet geschlossen, Schalter ebenfalls), weil der Anschlusszug nicht gewartet hat. Oder wenn man im Zug dringend aufs Klo muss, aber alle Klos versperrt oder verstopft sind.

O ja, es gibt diese Situationen. Es sind genau jene, die sich einbrennen ins individuelle und kollektive ÖBB-Gedächtnis. Aber wer ehrlich ist, muss zugeben: Sie sind selten. Und sie sind relativ harmlos, verglichen mit den Situationen, die einem bei anderen Arten der Fortbewegung zustoßen können: kaputte Lichtmaschine am Semmering,


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