Der ÖBB-Zug ist abge-fahren: Warum sie jetzt die noch bessere neue Westbahn werden müssen

Stadtleben | Birgit Wittstock | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Seit vergangenem Wochenende rüttelt die Westbahn am Dornröschenschlaf der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Nun ist das Monopol der Bundesbahnen endgültig Geschichte. Was bedeutet das nun für die vielen hundert Millionen Passagiere?

ÖBB-Mitarbeiter sagen, dass man sich dort künftig über Qualität den Kopf zerbrechen müsse. Aber warum eigentlich erst jetzt? Das habe mit dem Personalwechsel im ÖBB-Management zu tun.

Mit der eben angelaufenen Qualitätsoffensive von Christian Kern, dem gegenwärtigen Vorstand, rüsten die ÖBB auf, um mit der Westbahn gleichzuziehen: noch mehr Pünktlichkeit, WLAN in den Zügen, und sogar die Speisewägen würden zurückkommen, kündigt Sarah Nettel, ÖBB-Sprecherin, an. Aber sind das nicht jene Goodies, mit denen die Westbahn in den vergangenen Monaten geworben hat? Ja, sagt Nettel, um dann schnell auf die 96-prozentige Pünktlichkeit der Bundesbahnen hinzuweisen. "Ein Spitzenwert innerhalb der EU.“ Und dass das WLAN erst jetzt, nachdem der


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