In der Billy-Bahn

Stadtleben | Reisebericht: Nina Horaczek | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Die neue Westbahn im Elchtest - ein Fahrterlebnis, fast wie ein Ikea-Besuch

Hallo! Ich bin der Thomas aus Salzburg“, schallt es am Sonntag um 9.34 Uhr aus dem Zugführerstand via Lautsprecher durch alle Abteile. Die Westbahn klingt gleich ganz anders als die Chris-Lohner-Stimme, die Bahnfahrer seit Jahrzehnten begleitet. Gleich stellt sich ein Ikea-Gefühl ein. Die neue Bahngesellschaft arbeitet ähnlich wie der skandinavische Möbeldiskonter: Sie verspricht gute Qualität zu niedrigem Preis und gibt dem Kunden dazu noch das Gefühl, zur Westbahn-Familie zu gehören. Alle sind per Du, alle sind nett zu einem, alles ist superfreundlich und entspannt.

"Steward“ nennen sich die Zugbegleiter mit den türkisen Käppis, die an die Uniformen aus dem ehemaligen Ostblock erinnern und anscheinend den Mitarbeitern auch so peinlich sind, dass sie kurz nach der Abfahrt von den Köpfen verschwinden. Mit ihren Aufgaben waren die Stewards am ersten Tag überfordert. Allerdings leistet ein einzelner Steward


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