Das Krisenfestmenü


Menüberatung: Armin Thurnher
Stadtleben | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Fischsuppe, Gemüsemoussaka, Ossobuco, Crema catalana: Zur Krise zelebrieren wir Mediterranes

Das Triple A wackelt, die Sparefrohs haben so sehr Saison, dass einem sogar Season’s Greetings vergehen - da kann das Motto nur lauten, es sich erst recht nicht verdrießen zu lassen. Die Krise ist eine Krise der Finanzwirtschaft, unser Festmenü bezieht sich auf die Realwirtschaft, und unter Märkten verstehen wir hier Fisch-, Fleisch- und Gemüsemärkte.

Während die Finanzhaie die PIGS-Staaten attackieren, also Portugal, Italien, Griechenland und Spanien, den mediterranen Hort unserer Kultur oder mindestens unserer Lebensart, widmen wir ebendiesen Staaten unser Festmenü. Mögen die Spekulanten an Burgern würgen oder asiatisch inspirierte Diätmenüs im Karton herumschleppen, wir halten uns ans Mediterrane.

Eine Schwierigkeit - wir sagen das vorurteilsfrei - bieten dabei naturgemäß die Griechen. Kulinarisch war die Krise dort schon seit Jahrhunderten endemisch, die griechische Küche ist nichts

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