Musiktheater Kritik

Vom Gefangensein im menschlichen Lebens

Lexikon | aus FALTER 50/11 vom 14.12.2011

Ein Totenhaus aus dem Erinnern individueller Schuld und menschlicher Erbärmlichkeit ist Janáˇceks letzte, visionäre Oper, "Aus einem Totenhaus“. Regieassistent Edtbauer und Bühnenbildner Leiacker als Vertraute des erkrankten Peter Konwitschny, Dirigent Welser-Möst, Orchester und Sänger der Staatsoper sorgten dafür, dass die Intentionen der Unmittelbarkeit auch in der Neuproduktion der Zürcher Inszenierung gewahrt, wenn nicht übertroffen werden. Man kann die Reaktionen der Protagonisten auch im Zuschauerraum als Klamauk oder als kongeniale Einfälle sehen, beeindruckend sind die Personenführung und Janáˇceks Musik, die gleichzeitig von ungeschminkter Aggressivität und dann wieder voll Mitleid sein kann. Ein Ereignis! Hr

Staatsoper, So 19.30 (bis 30.12.)


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