Glosse 

Wut-, Mut-, Gutbürger? Der Wurstbürger ist da und semmelt zurück

Wurstsemmelattacke

Falter & Meinung | Stefan Apfl | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Wenn ein Banker den FPÖ-Chef mit einer Wurstsemmel bewirft, woraufhin er von einem der drei Strache-Leibwächter krankenhausreif geprügelt wird, hinterlässt das eine Gewissheit und drei beunruhigende Fragen.

Die Gewissheit: Nach dem Wut-, Mut- und Gutbürger, der entweder gegen etwas, für etwas oder für alle ist, wurde ein Bürger neuen Schlags oder, besser gesagt, neuen Wurfs geboren: der Wurstbürger.

Aber wie muss es im Finanzwesen kochen, dass ausgerechnet ein Banker den Autonomen mimt und zurücksemmelt? Wie schlecht geht es uns, wenn der Kulinarikattentäter von heute, Marie Antoinette zum Trotz, anstatt zum Kuchen zur Wurstsemmel greift? Und wäre uns auch zum Lachen, hätte der Wurstbürger einen Unschuldigen getroffen?


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