Im Zwischenreich der zappelnden Zeichen


Reportage: Matthias Dusini
Feuilleton | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Alles fließt: wie der Künstler Heinrich Dunst die Projektion auf die Wand pickte und den Kübel zum Singen brachte

Die Säulenhalle des Museums für angewandte Kunst ist schütter gefüllt, als sich der Wiener Künstler Heinrich Dunst für seine Performance "Der Kübel“ aufwärmt. Künstler wie Hans Kupelwieser und Hans Scheugl sind gekommen, um dem Kollegen ihre Reverenz zu erweisen. "Jetzt gerät das alles etwas aus dem Ruder“, scherzt der für seinen intellektuellen Esprit bekannte Neoperformer ("Ich mache so was sonst nie“). Vor lauter Aufregung ist er etwas zappelig, prüft die Vollständigkeit der langen Gästeliste. "Und der darf auch noch rein!“

Ein Computer, ein Filmbeamer, eine Leinwand, Papierblätter und ein leerer Sockel bilden das Zentrum des Geschehens. Im Film ist der Künstler vor einer von Projektorlicht angestrahlten Wand mit Schriftbildern zu sehen. Man liest "VOLUMEN“ oder "PROJEKTION“, auch eine schwarze Scheibe klebt an der Wand. Da beginnt der Künstler,

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