7 Sachen die Sie über das FEUERWERK eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Das Alle-Jahre-wieder-Silvester-Krach-bummtsching?

Genau das. Feuerwerk ist eine jahrhundertealte Kunst, die auf die chinesische Song-Dynastie zurückgeht, damals aber nur für Knalleffekte sorgte.

Die Lichteffekte kamen erst später ?

Als Ende des 14. Jahrhunderts die Italiener mit Schwarzpulver spielten. Das Feuerwerk verbreitete sich schnell in Europa. Im Barock waren opulente Bodenfeuerwerke zu klassischer Musik der letzte Schrei. Die Japaner hingegen haben das Feuerwerk religiösen Zwecken gewidmet.

Woraus bestehen die Lichter eigentlich?

Aus sogenannten Erdalkalimetallen. Das sind chemische Elemente wie Barium, das einen grünen Farbton macht, oder Strontium, das rot scheint. Mit Calcium kann man Gelb machen.

Welche Farben kann man abfeuern?

Es heißt, dass man sämtliche Farben eines Regenbogens erzielen kann: Weiß mit Magnesium, Lila durch Kalium und Blau, wenn man Kupfersalze verbrennt.

Ist das ganze Zeug nicht total giftig?

Klar ist das nicht ganz ohne. Beim Abbrennen von Feuerwerken entsteht massig gesundheitsschädlicher Feinstaub. Zu Silvester übersteigt der Wert eines Kubikmeters Luft am Stephansplatz den üblichen viele tausend Mal.

Gibt’s da spezielle Regelungen?

Sowieso. In Deutschland etwa dürfen Feuerwerkskörper nur an bestimmten Tagen verkauft und gezündet werden. Hierzulande gelten Altersbeschränkungen, auch dürfen große Raketen nur von Pyrotechnikern gezündet werden. Um Kirchen und Heime herrscht Abfeuerverbot.

Auch die Sprengkraft ist heftig, gell?

Ein Blick in die Notaufnahmen sollte als Antwort genügen. Viel Flickwerk.


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