Notschlafstellen für Obdachlose: die Wiener VinziRast

Stadtleben | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

 Der steirische Geistliche Wolfgang Pucher, der in Graz ein Container-Dorf für Obdachlose leitet, stellt 2002 in Wien sein Projekt eines Vinzi-Dorfes in der Bundeshauptstadt vor. Der Heilige Vinzenz von Paul (1581-1660) gibt allen Projekten den Namen. Cecily Corti, die Witwe des Regisseurs Axel Corti, schließt sich Puchers Initiative an. Doch die Realisierung des Vorhabens scheitert an den Protesten der Wiener Anrainer. Im folgenden Jahr wird der Verein Vinzenzgemeinschaft St. Stephan gegründet, dank einer Spende kauft er das Haus in der Wilhelmstraße, am 6. April 2004 wird darin von Pfarrer Pucher eine niedrigschwellige Notschlafstelle für rund 50 Menschen eröffnet. Corti und der Verein machen sich nicht lange darauf unabhängig von Puchers Initiativen.

Die VinziRast erhält sich ausschließlich aus Spenden. Die Renovierung und der Ausbau des Hauses wird 2008 von Hans-Peter Haselsteiners Firma Strabag und anderen Sponsoren finanziert. Es heißt seither VinziRast-CortiHaus und verfügt neben der Notschlafstelle mit 48 Betten über 16 Übergangswohnungen für ehemals obdachlose Menschen.

Die Besetzung des Auditorium Maximum der Wiener Universität führt zum Bau des "VinziRast-MITTENDRIN“. Dort werden Studierende und Obdachlose zusammen leben und arbeiten.

Der Suchtexperte Otto Lesch, Konsulent des VinziRast-CortiHaus und Ex-Präsident des Wiener Fußballvereins Wiener Viktoria, stellt im Winter 2010 der VinziRast erstmals das Kabinenhaus des Vereins als Dependance zur Verfügung.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige