Das Jahr der Proteste und Zwistigkeiten

Steiermark | Aufarbeitung: Herwig G. Höller, Tiz Schaffer | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Ein Rückblick auf die wichtigsten politischen und kulturellen Ereignisse in der Steiermark

Es war einiges los in der Grünen Mark. Die Grazer SPÖ blickt auf ein Krisenjahr zurück, das Bettelverbot sorgte für Bürgerzwist, allerorts musste gespart werden. Steirische Künstler brachten formidable Arbeiten unters Volk, kulturpolitisch wurde anständig gestritten.

1 Die Demontage der Grazer SPÖ

Es war eine der größten Fehleinschätzungen von Franz Voves: Im Jänner hatte der steirische SPÖ-Chef den krisengeschüttelten Grazer Sozialdemokraten einen neuen Stadtparteichef aufs Aug gedrückt: Edmund Müller saß vor seiner Politkurzkarriere auf einem SPÖ-Proporzticket bei Joanneum Research. Die Rettung von Müllers Pensionsansprüchen sorgte für Kritik. Die Kronen Zeitung, der Grazer SPÖ traditionell freundschaftlich verbunden, erklärte ihn sofort zum "Müllionär“: "Ich glaube, dass Sie das nicht durchhalten werden“, sagte Steirerkrone-Chefredakteur Christoph Biró dem Neopolitiker


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