Sexkolumne. Aufklärung für Zeitgenossen

Zehn Tage

Kolumnen | Heidi List   | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Was Sie nie über Sex wissen wollten: Heidi List antwortet, bevor Sie fragen

Irgendwo war zu lesen, dass die meisten Silvestervorsätze schon um den 10. Jänner herum wieder verpuffen. Also, ab 11. Jänner wurde dann in den Vorjahren meistens wieder geraucht, Junk gefressen, der Partner angeschnauzt oder das Kind unwirsch behandelt. Aber: Immerhin sind es zehn Tage gutes Dasein. Aus dieser Tatsache kann man sich eine ziemlich nette Zeit generieren. Zum Beispiel, wenn der Vorsatz wäre, mehr Zärtlichkeit in die Beziehung zu bringen. Oder mehr Sex. Das sind dann fast zwei Wochen freundlicher Ausnahmezustand, an den man sich dann das restliche Jahr über als an ein Urlaubsgefühl erinnert, ohne einen Cent ausgegeben zu haben. Mitte Mai könnte dann das Gespräch darüber lauten: "Weißt du noch, damals im Jänner, als wir nicht stritten, jeden Tag Sex hatten und wirklich geduldig mit den Kindern waren?“ "Ja, das waren schöne Zeiten. Sollten wir nächstes Jahr wieder machen.“ Also, nehmen wir uns Gutes vor, zehn Tage sind keine Ewigkeit. Und wer weiß, vielleicht kommt uns die eine oder andere Neuerung als durchaus als im Alltag dauerhaft lebbar vor - und wir nehmen sie mit übers ganze Jahr.


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