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Eine schrecklich alternative Familie

Lexikon | aus FALTER 51/11 vom 21.12.2011

Eine der bisher besten Ideen von Matthias Hartmann war die Entdeckung des Filmemachers Thomas Vinterberg fürs Theater. Dessen zweites Stück "Die Kommune“ führt in Form einer Art Sitcom ins Herz der Seventies: In der Wohnküche einer WG werden Szenen aus dem Leben einer schrecklich alternativen Familie gezeigt. Es wird viel geraucht und viel getrunken, viel gevögelt und wenig gearbeitet. Make-up gilt hier als Instrument der "Sexualisierung“ und in den basisdemokratischen Hausversammlungen wird über alles abgestimmt, auch darüber, ob überhaupt abgestimmt werden soll. Glanz und Elend der alternativen Lebensformen sind schon oft abgehandelt worden. So genau und so lebendig wie hier aber noch selten. WK

Akademietheater, 25.12., 8.1., 19.00; 27.12., 5.1., 19.30


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