Sofa-Surfer Wolfgang Schlögl über seine Elektronikoper nach Christine Nöstlinger

Lexikon | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Iba de gaunz oamen Leit“: Der Elektronikmusiker Wolfgang Schlögl bringt Gedichte von Christine Nöstlinger auf die Rabenhof-Bühne. Was ist zu erwarten?

Falter: Welchen Bezug haben Sie zu Christine Nöstlinger?

Wolfgang Schlögl: Ihre Bücher haben mich sehr früh geprägt, und als Dschi-Dsche-i-Wischer-Fan habe ich einst beim Ö3-Malwettbewerb mitgemacht. Jetzt lese ich meinen Kindern ihre Geschichten vor.

Wie passen der weltoffene Elektronikmusiker und die Wiener-Dialekt-Welt aus "Iba de gaunz oamen Leit“ zusammen?

Schlögl: Meine Familie hat jahrelang im Gemeindebau gelebt, ich kenne das klassische Wiener Hochdeutsch von meiner Oma sehr gut, gewisse Worte haben mich schon immer elektrisiert. Man sollte sich das Setting für das Stück aber nicht zu klischeehaft vorstellen. Es geht, wie in den Gedichten auch, um ganz archaische Lebenswelten, die so oder so ähnlich fast überall im europäischen Raum zu finden sind. Um mir die Welt zu erklären, muss ich nicht nur in die Ferne schweifen.

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