Die verjagte Generation

Politik | Laborbesuch: Ingrid Brodnig | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Unseren Nachwuchswissenschaftlern fehlt die Perspektive. Die Hoffnungslosigkeit treibt auch exzellente Forscher ins Ausland

Unter dem Mikroskop schaut Krebs harmlos aus. Man sieht winzigkleine Zellen, die auf der Schale festkleben, sich nicht bewegen, nichts attackieren. Sie vermehren sich nur ununterbrochen. "Während gesunde Zellen einen Lebenszyklus durchlaufen und irgendwann sterben, tun Krebszellen das nicht“, sagt Robert Trondl. Er sitzt am Mikroskop im Labor und zeigt auf eine rosarote Flüssigkeit, die Millionen Krebszellen beinhaltet. Trondl hat sie gezüchtet, um sie kurz darauf gezielt zu töten.

Trondl ist Nachwuchsforscher. Der 27-Jährige schreibt am Institut für anorganische Chemie gerade seine Dissertation und testet neue Wirkstoffe, die eines Tages zu lebensrettenden Medikamenten werden könnten. Sein derzeitiges Forschungsprojekt hat er mit ins Leben gerufen, schon im Förderantrag konnte er eigene Ideen einbringen. Was ihm an der Wissenschaft gefällt? "Dass ich vielleicht


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