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Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Pressekolumne

Uncharismatisch, überheblich, borniert, einfach "der Typus des mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsenen Hietzingers“ sei dieser Jungpolitiker, urteilte ein Jugendforscher vor gar nicht so langer Zeit in der Presse. So jemand wie dieser 25-Jährige "vertritt von seinem Erscheinungsbild her nicht die Jugend“, erklärte er.

Wenige Monate später beklagt der gleiche Experte bitterlich die "politische Hinrichtung“ eines 25-Jährigen, der sich ebenfalls politisch bekennt und Karriere macht: "Österreich klagt über Gerontopolitik - und ereifert sich, wenn ein Junger Karriere machen will“, schreibt er vorige Woche als "Kommentar der Anderen“ im Standard. Hat der Jugendforscher also dazugelernt? Oder liegt dieser Sinneswandel vielleicht nur darin begründet, dass es sich bei Ersterem um den ÖVP-Politiker Sebastian Kurz handelte und bei Zweiterem um den SPÖ-Spross Niko Pelinka? Der "Jugendforscher“ Bernhard Heinzlmaier wird es wissen


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