Technik  Dinge, die uns brauchen

Die unerträgliche Leichtigkeit der Laptops

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Die gute Nachricht zum Jahreswechsel: Das Leben 2012 wird leichter. Die Welt mag weiter ächzen unter der Schuldenlast, aber wenigstens die Technik verliert Gewicht. Diese Art ausgleichende Gerechtigkeit manifestiert sich in den "Ultrabooks“, einer neuen Laptopgeneration, die gerade auf den Markt kommt. Ultrabooks sollen die Vorteile eines Laptops mit jenen eines Tablets verbinden - also vor allem hohe Performance mit niedrigem Gewicht. Die Geräte dürfen höchstens 18 Millimeter dick und 1,4 Kilogramm schwer sein, zugleich sollen sie in weniger als sieben Sekunden starten, so hat Chiphersteller Intel die neue Kategorie definiert. Die meisten "Ultrabooks“ haben gar keine rotierende Festplatte mehr, sondern ein Solid State Drive(SSD), also ein Festkörperlaufwerk ohne bewegliche Teile. Das Acer Aspire S3 zum Beispiel ist eine richtig schicke, gerade einmal 13 Millimeter flache Flunder, ähnlich wie das MacBook Air. Aus dem Schlafmodus erwacht das Aspire in wenigen Sekunden. Im Standby-Zustand soll der Akku sogar bis zu 50 Tage durchhalten, im Normalbetrieb immerhin knapp sechs Stunden. Sehr ordentlich ist die Tastatur, auch wenn der Anschlag etwas hart ausfällt. Keine Offenbarung ist allerdings das 13,3 Zoll große, nicht sehr helle und eher niedrig auflösende Display. Der wackelige Deckel kann nerven, etwa während einer Zugfahrt; dafür ist das Aspire S3 mit 800 Euro relativ günstig, jedenfalls im Vergleich zum MacBook Air. Was bei der ersten Ultrabook-Generation noch fehlt, ist ein Touchscreen. Als iPad-Nutzer tappt man schon fast unwillkürlich aufs Display. Um ernsthaft mit Tablets zu konkurrieren, brauchen auch die Ultrabooks einen Touchscreen. Leichtigkeit ist eben nicht nur eine Frage des Gewichts.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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