Buch der Stunde

Gestrandet in einer imaginären Wüste

Feuilleton | Thomas Ballhausen | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

In Craig Thompsons preisgekröntem Debüt "Goodbye, Chunky Rice“ tritt eine Schildkröte, ihrem inneren Impuls folgend, eine Schiffsreise der Selbstfindung an. Zurück bleibt der beste Freund und vielleicht auch Geliebte - eine großäugige Maus.

Die auf den letzten Seiten dieser Arbeit, die im Vergleich zu Thompsons anderen Büchern eher kurz ausgefallen ist, übermittelte Flaschenpost zwischen den beiden Ungleichen unterstreicht grafisch, was im Text deutlich ausformuliert wird: "There are no good-byes.“

Auch Thompsons darauffolgende Graphic Novel, das autobiografische "Blankets“, zelebriert die Unmöglichkeit menschlicher Verhältnisse - und setzt doch einen positiven Schlussakkord. Mit weißer Farbe übermalt die Hauptfigur die Vorschriften und Rahmungen der Seite. Das zu Recht jetzt schon als Klassiker gehandelte Buch brachte dem Autor den internationalen Durchbruch. Die Verarbeitung dieses Erfolgs, das Leben und Reisen als Star und der Beginn eines neuen, umfangreichen Comics


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