7  Sachen die Sie über die Ballsaison eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 02/12 vom 11.01.2012

Ball wie Ballsport oder Ball wie Tanzen - also irgendwie auch wieder Sport?

Tanzen natürlich! Und nein: nicht Turniertanzen, denn dann würde es tatsächlich als Sport gelten.

Warum heißt der Ball Ball, wenn er doch gar nichts mit einem Ball zu tun hat?

Weil die Bezeichnung im 17. Jahrhundert aus dem Französischen übernommen worden ist. Dort aber nur mit einem L geschrieben, weil eine Ableitung von baller, also tanzen, was auf das spätlateinische Wort ballare zurückgeht. Zuvor hat man bei uns zum Tanzfest simpel Dantz gesagt.

Wann findet die Ballsaison statt?

Der Fasching ist eigentlich die Ballsaison. Deshalb wird von November bis Faschingsdienstag getanzt. Traditionell finden die ersten großen Bälle (der Kaiserball in der Hofburg) aber erst ab Silvester statt, wenn der Rest der Wiener Raketen steigen lässt.

Was macht man sonst so auf einem Ball?

Dauertanzpaare gelten als unhöflich. Flanieren, Sehen und Gesehenwerden ist angesagt! Den Rest regelt ein fixes Protokoll, also etwa die Eröffnung, Mitternachtseinlage, Damenspenden, Kleidervorschriften und all das.

Kleidervorschriften?!

Fix! Männer fahren am besten mit einem Smoking. Frauen können mit einem bodenlangen Kleid niemals etwas falsch machen. Übrigens: Juwelen sind das beste Make-up!

Mit wem tanzen?

Bei geschlossenen Bällen darf jeder mit jedem, wenn er kann.

Und warum Wiener Ballsaison?

Wien gilt mit jährlich über 400 Bällen als die Ballhauptstadt. Die Saison ist tatsächlich Teil der Unesco-Liste des Immateriellen Kulturerbes.


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